Konzentration – die Bewegung folgt dem Atem.
Der Begriff „Konzentration“, hören wir im Yoga sowie im Alltag öfter. Wir können ihn definieren als mentale und körperliche Fähigkeit, sich auf ein Ziel auszurichten, das man erreichen möchte. Sich zu konzentrieren bedeutet, gedanklich bei einem Objekt oder einer Tätigkeit zu bleiben und die erforderlichen Handlungen in einer sinnvollen Weise und ohne Unterbrechung auszuführen.
Das 1. ist das Objekt unserer Konzentration. Wenn wir eine Haltung (Asana) im Yoga einnehmen, sollten wir eine bestimmte Reihenfolge einhalten. Worauf lenken wir unsere Aufmerksamkeit?
Das kann ein Organ sein, dass bei der jeweiligen Übung eine positive Wirkung erfährt. Beispielsweise ein Muskel, den wir in diesem Moment kräftigen. Oder auch der Atemfluss. Vielleicht der Punkt zwischen den Augenbrauen, also das Stirnchakra oder dritte Auge, der gerne bei der Wechselatmung eingesetzt wird.
Diese Übung „Dharana“ bedeutet, den Geist auf einen Punkt ausrichten! Solltest du während den Übungen mit den Gedanken abschweifen, zwischendurch deinen Einkaufszettel durchgehen, dann komm mit deiner Aufmerksamkeit wieder sanft zu deinem Objekt der Konzentration zurück.
Als nächstes versuche den Atem immer tiefer und ruhiger werden zu lassen.
Nun kannst du die Bewegung mit dem Atem verbinden. Was am Anfang der Yoga Praxis sehr häufig passiert, dass wir mit einer Bewegung, zum Beispiel den Arm anheben – dann erst einatmen. Es sollte jedoch anders herum sein. Dein Atem ist der Chef und gibt das Kommando an! Also spüre zuerst deinen Atem. Wenn die Einatmung beginnt, dann erst folgt die Bewegung z.B. den Arm anheben. Mit beginnender Ausatmung, folgt die Gegenbewegung.
Wenn wir zurück gehen, zu den Wurzel des Yoga, dann sind die Körperübungen lediglich eine Vorbereitung auf die Meditation.
Das Ziel ist, unsere Konzentration auf dem jeweiligen Objekt zu halten und die Bewegung mit unserem Atem zu verbinden, dann führen wir in diesem Moment eine Meditation aus.
Im Gegensatz zur Zen-Meditation fordert die Meditation beim Yoga nicht die absolute Leere, sondern sie hat einen Fokus – ein Objekt unserer Konzentration.
Das Besondere daran, wir können diese Art der Mediation sehr gut in unseren Alltag integrieren. Stelle dir vor, du bist gerade dabei Dein Abendessen vorzubereiten. Lenke Deine gesamte Aufmerksamkeit darauf, die Karotten zu schneiden – sieh Dir die Karotten an – rieche daran – entdecke die Farbe – ist die Karotte hart oder weich – nimm sie mit all deinen Sinnen wahr. Währenddessen ist der Atem ruhig, die Bewegung kontrolliert! Probiere aus und spüre wie entspannend Karotten schneiden sein kann.
Vielleicht hattest du schon einmal eine Situation, bei der du alles um Dich herum ausgeblendet hast, die Zeit vergessen, weil du absolut vertieft warst in ein Buch, deine Lieblingsmusik oder Yoga praktiziert hast – neben Dir hätte ein Baum umfallen können.
Kannst du Dich daran erinnern, wie wunderbar entspannt du in diesem Moment warst?
An Kindern können wir diesen Zustand häufig beobachten!






