AllgemeinMeditation

Konzentration

Die Bewegung folgt dem Atem

Wenn wir eine Haltung (Asana) im Yoga einnehmen, sollten wir eine bestimmte Reihenfolge einhalten.

 

Das 1. ist das Objekt unserer Konzentration, worauf lenken wir unsere Aufmerksamkeit. Das kann ein Organ sein, das bei der jeweiligen Übung eine positive Wirkung erfährt, eine Muskulatur die wir in diesem Moment kräftigen, der Atem oder der Punkt zwischen den Augenbrauen also das Stirnchakra oder dritte Auge das gerne bei der Wechselatmung eingesetzt wird.
Diese Übung Dharana bedeutet, den Geist auf einen Punkt ausrichten!
Wenn wir während den Übungen mit den Gedanken abschweifen, also du zwischendurch in Gedanken deinen Einkaufszettel durchgehst, dann solltest du versuchen, mit deiner Aufmerksamkeit wieder sanft zu deinem Objekt der Konzentration zurück zu kehren.

Als nächstes versuchen wir unseren Atem immer tiefer und ruhiger werden zu lassen
und nun können wir die Bewegung mit dem Atem verbinden, was am Anfang der Yoga Praxis sehr häufig passiert, ist das wir mit einer Bewegung z.B. den Arm anheben und dann erst einatmen, es sollte jedoch anders herum sein. Dein Atem ist der Chef und gibt das Kommando an. Also spüre zuerst deinen Atem und wenn du einatmest dann erst folgt die Bewegung z.B. den Arm anheben und wenn du spürst jetzt atme ich aus, dann folgt die Gegenbewegung.

Wenn wir zurück gehen zu den Wurzel des Yoga, dann sind die Körperübungen lediglich eine Vorbereitung auf die Meditation.

Okay, wenn wir es also schaffen unsere Konzentration auf unserem jeweiligem Objekt zu halten und die Bewegung mit unserem Atem verbinden, führen wir in diesem Moment eine Meditation aus.
Im Gegensatz zur Zen-Meditation fordert die Yoga Meditation nicht die absolute Leere, sondern sie hat einen Fokus, ein Objekt unserer Konzentration.
Das schöne daran ist, dass wir diese Art der Mediation, auch sehr gut in unseren Alltag integrieren können. Du bist vielleicht gerade dabei Dein Abendessen vorzubereiten, du bist mit Deiner Aufmerksamkeit ganz dabei die Karotten zu schneiden, sieh Dir die Karotten an, riech daran, die Farbe, sind sie hart oder weich, nimm sie mit all deinen Sinnen auf, der Atem ist ruhig und die Bewegung kontrolliert! Probiere es aus und spüre wie entspannend Karotten schneiden sein kann…
Hattest du schon einmal eine Situation, wo du alles um Dich herum ausgeblendet hast, die Zeit vergessen hast, weil du absolut vertieft warst in ein Buch, deine Lieblingsmusik gehört hast oder Yoga praktiziert hast, neben Dir hätte ein Baum umfallen können…
Kannst du Dich daran erinnern, wie wunderbar entspannt du in diesem Moment warst?
An Kindern können wir diesen Zustand häufig beobachten!

Wir machen eine kleine Übung,

setze dich hin und lege deine Hände etwas unterhalb von deinem Bauchnabel ab, da ist dein Energiezentrum, richte die Wirbelsäule auf und wenn du magst, schließe deine Augen. Das Objekt deiner Konzentration ist deine Energie. Werde dir darüber bewusst, was Energie ist, Energie hört sich vielleicht ein bisschen spirituell an aber das ist es gar nicht, wir brauchen Energie um morgens aus dem Bett zu kommen, uns etwas zum Essen zu machen, unsere Verdauungsorgane benötigen Energie um die Nahrung zu verarbeiten und unser Atem ist genauso Energie. Spüre jetzt wie sich mit jeder Einatmung deine Bauchdecke hebt und deine Hände gehen mit. Mit jeder Ausatmung zieht sich deine Bauchdecke zurück und die Hände folgen sanft. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei deiner Energie und verbinde die Bewegung mit deinem Atem. Vielleicht kannst du schon Wärme an deinen Händen und am Bauchbereich spüren – Wärme ist eine schöne Energie. Spiele mit deiner Energie, dehn deine Energie aus, einatmend die Hände entfernen sich von deinem Bauch, ausatmend die Hände kommen wieder zurück zu deinem Zentrum. Das ist Meditation, wahres Yoga…..

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